4. Europäische Konferenz: Mehrweg eine lohnende und nachhaltige Wahl

Wieder verwendbare Mehrweg-Verpackungen eröffnen Chancen, europaweit Ressourcen effizient zu nutzen und Abfall zu vermeiden. Auf der vierten  europäischen Mehrweg-Konferenz (ReUse Conference) forderten die Teilnehmer am 18. September 2012 im Brüsseler Radisson SAS EU Hotel mehr Schutz und Unterstützung für Mehrweg-Verpackungssysteme.
Die ambitionierte Einführung der fünfstufigen Abfallhierarchie und die Förderung von Mehrwegsystemen seien ausschlaggebend für den anzustrebenden Wandel in eine Ressourcen-schonende Gesellschaft, lautet der zentrale Appell der Organisatoren der Refillables Alliance aus CEGROBB (europäischer Verband der Getränkefachgroßhändler), S.I.B. (europäische Vereinigung der kleinen und mittelständischen Brauereien) sowie der Deutschen Umwelthilfe. „Wieder befüllbare Getränkeverpackungen zeigen deutlich auf, wie ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte zusammenwirken“, sagte Günther Guder zur Begrüßung, Präsident der CEGROBB und Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Bundesverbandes GFGH. „Sie mindern Verpackungsabfälle ebenso wie Produktionskosten.“
Karl Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der Europäischen Kommission, bekräftigte in seinem Impulsvortrag, dass die Europäischen Abfall-Rahmendirektiven der Vermeidung von Abfall eine klare Priorität einräumen vor Recycling oder anderen Formen der Abfallverwertung. Matthias Groote, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Komitees für Umwelt, Gesundheit und Ernährung, mahnte in seinem Bericht über die Diskussionen im Parlament an, es müssten mehr europäische Länder ihr Verhalten ändern zugunsten von Mehrwegprodukten.
Im Rahmen der Konferenz wurde zum dritten Mal der Europäische Mehrwegpreis vergeben für innovative und herausragende Leistungen zur Förderung umweltfreundlicher Wiederverwendungssysteme. Diesjähriger Gewinner ist die Friedrich Lütvogt GmbH & Co. KG Mineralbrunnenbetrieb Auburg-Quelle mit ihrer innovativen Flaschenabfüllung, die über 43 Prozent Energie und 60 Prozent Frischwasser spart.

Abbildungen (Fotos Kim De Bruyn):
Oben v.r.n.l.: Mehrweg in Bestform begutachten Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Günther Guder, Präsident CEGROBB und BV-GFGH, Karl Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der Europäischen Kommission, und Roland Demleitner, Managing Director der S.I.B. Verband kleiner und unabhängiger Brauereien in Europa.
Darunter v.l.n.r.: Stehen für die europäische Förderung von Mehrweg: Günther Guder mit Matthias Groote, MEP und Vorsitzender des Komittees Umwelt, Gesundheit und Ernährung, Roland Demleitner und Jürgen Resch.

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