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Änderungen bei der Bezeichnung von Veggie-Produkten

Es gibt neue Richtlinien für die Bezeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Die Deutsche Lebensmittelbuchkommission (DLMBK) hat auf Drängen des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) die Bedingungen zu Lasten von Veggie-Produkten verschärft, um die Verwechslungsgefahr für Verbraucher zu vermindern. Zukünftig dürfen Begriffe für spezifische Wurstwaren wie Bierschinken oder Schinkenwurst nicht für Fleischersatzprodukte verwendet werden. Sollten die Produkte in Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mundgefühl hinreichend ähnlich sein, so dürfen sie z. B. als „… mit …-geschmack“ bezeichnet werden. Außerdem dürfen Anlehnungen an Bezeichnungen wie bspw. „Geschnetzeltes“ nur dann erfolgen, wenn die sensorischen Eigenschaften dem Fleischprodukt hinreichend ähneln. Nach den neuen Leitlinien muss die Produktbezeichnung „vegetarisch“ oder „vegan“ sowie die ersetzende Zutat, z. B. Soja, immer angegeben werden.

Hersteller der Veggie-Produkte sehen keinen Anlass zu den neuen Leitlinien. Laut Studien des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen werden Konsumenten von der derzeitigen Kennzeichnungspraxis nicht in die Irre geführt. Außerdem sei die Nutzung der Namen der Original-Produkte wichtig, um Verbrauchern eine Vorstellung von den neuen Ersatzprodukten zu vermitteln. Gleichzeitig würden die Hersteller von Veggie-Produkten eigenes Interesse daran haben, dass ihre Produkte als „veggie“ identifiziert und nicht vertauscht werden.

Die EU-Kommission sieht bisher keinen Handlungsbedarf bei der Namensgebung und bestätigte im letzten Jahr offiziell, dass die geltenden Regelungen ausreichen.

Quelle: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de Stand: 27.09.2018

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