Arbeitsrecht

Arbeitsrecht: Hitzefrei für Angestellte?

Deutschland verzeichnet Temperaturrekorde. Arbeitnehmer schwitzen und fragen sich, ob es ein Recht auf hitzefrei oder eine Klimaanlage gibt. Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) verschafft Klarheit.
Ab einer Raumtemperatur von 26 Grad soll der Arbeitgeber Kühlmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört z.B. hochwertiger Sonnenschutz. Diesen kann er vom Vermieter rechtlich einfordern. Eine Klimaanlage ist hingegen nicht Pflicht. Steigen die Temperaturen auf 30 Grad müssen weitere Maßnahem folgen. Diese reichen von gelockerter Arbeitskleidung bis hin zu flexiblen Arbeitszeiten (Gleitzeit). Klettern die Temperaturen auf 35 Grad muss der Arbeitgeber mit Luftduschen, Wasserschleiern, Entwärmungsphasen oder Hitzeschutzkleidung für Abkühlung sorgen. Kann er das nicht, kann ggf. von keinem Mitarbeiter mehr verlangt werden, sich dort aufzuhalten. In diesem Fall verbleibt als Ultima Ratio nur die Freistellung der betroffenen Mitarbeiter. Besondere Vorsicht gilt bei gesundheitlich vorbelasteten und schutzbedürftigen Personen wie Schwangeren, Jugendlichen oder älteren Arbeitsnehmern. Versäumt der Arbeitgeber bei steigenden Raumtemperaturen angemessene Maßnahmen zur ergreifen, droht ihm ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Legt ein Mitarbeiter ohne Absprache seine Arbeit wegen der Hitze nieder, kann eine Abmahnung folgen. Ziel sollte es sein gemeinsame Regelungen zu finden. So können z.B. Wasser oder andere Erfrischungen zur Verfügung gestellt werden.

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