Arbeitsrecht

Arbeitszeitbetrug ist kein Kavaliersdelikt

Arbeitszeitbetrug ist eine schwere Pflichtverletzung des Arbeitnehmers und rechtfertigt im Einzelfall eine Kündigung ohne Abmahnung. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ: 4 Sa 12/17) hervor. Der Kläger in diesem Fall war der ehemalige Restaurantleiter einer Systemgastronomiekette.
Ende Februar 2016 erhielt er von seinem Arbeitgeber fristgerecht zum 30. Juni, ohne vorherige Abmahnung, die Kündigung. Der Grund: Er hatte in die Stundenlisten für sich selbst
Arbeitszeiten eingetragen, zu denen er gar nicht gearbeitet hat. Das LAG wies die Klage ab: Der Arbeitszeitbetrug sei durch Zeugenaussagen belegt. Da es sich bei diesem Vorgehen um einen
schweren Vertrauensbruch handelt, muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter vorher auch nicht abmahnen.

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