Recht

„Neuschwansteiner“ keine geografische Herkunftsangabe

Das OLG München hat entschieden, dass die Bezeichnung „Neuschwansteiner“ für ein Luxusbier den Verbraucher nicht täuscht. Es handelt sich um keine geografische Herkunftsangabe, so das Gericht. Dem Verbraucher wird nicht suggeriert, dass das Bier in dem Schloss gebraut wird, vielmehr erkennt der Durchschnittsverbraucher Bezeichnung und Design als Teil des „königlichen Images“ an.
Das Urteil verwundert insofern, als im Fall „Chiemseer“ anders entschieden wurde. Dort urteilte das OLG 2016, dass die Bezeichnung irreführend ist und der Verbraucher annehmen kann, dass die Brauerei am See liegt und nicht etwa 16 Kilometer entfernt in Rosenheim.

(OLG München, Urteil vom 01.02.2018, 29 U 885/17)
Quelle: Food & Recht, Behr’s Verlag, Ausgabe: 08/2018

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