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Pepsi will Sodastream für 3,2 Mrd. Euro schlucken

Der Erfrischungsgetränke-Gigant PepsiCo beabsichtigt für 3,2 Mrd. Euro (2,8 Mrd. Dollar) Sodastream, einen Hersteller von Wassersprudlern zu übernehmen. Damit ist der Coca-Cola-Rivale dazu bereit einen Aufschlag von mehr als 30 Prozent über Börsenwert zu zahlen. Der Übernahme wurde bereits von beiden Konzernleitungen zugestimmt. Laut PepsiCo soll sie bis Januar 2019 festgelegt sein. Bei Sodastream handelt es sich um ein Haushaltsgerät, bei dem in einer Flasche des Herstellers Leitungswasser in einem Gerät mit Kohlensäure und Sirups versetzt werden kann.
Das steigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten erschwert Herstellern und Händlern den Verkauf von zuckerhaltigen Getränken. Auch Pepsi leidet unter Gewinnrückgängen. So wird über die Übernahme als strategische Investition von Sodastream berichtet, um das süße Sortiment um gesündere Alternativen zu ergänzen. Dass Sodastream dem Deal mit Pepsi zustimmt ist überraschend. In der Vergangenheit sorgten zwei Werbespots des Wassersprudel-Herstellers, in denen Kunden Sodastream Maschinen betätigten, woraufhin woanders haufenweise Getränkeflaschen von Pepsi und Coca-Cola zersplitterten, für Aufsehen. Die Spots wurden allerdings nicht ausgestrahlt, weil die Getränkekonzerne mit Klagen drohten.

Einige Pressemitteilungen verlauten, dass Pepsi durch die Übernahme beabsichtigt, ein nachhaltigeres Image aufzubauen. Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH, meint, dass es sich dabei um Spekulationen handelt, da der Konzern diesbezüglich noch keine Stellung genommen hat. Sollte er diese Strategie jedoch verfolgen sei sie nicht konsequent. Punica, von PepsiCo geführt, verabschiedet sich unlängst von seinem funktionierenden Mehrweg-System und füllt seine Getränke in Einwegflaschen ab. Auch Pepsi-Produkte sind überwiegend in Einweg erhältlich.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/pepsico-pepsi-uebernimmt-wassersprudler-sodastream-aus-israel-a-1223942.html Stand 21.08.2018

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